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Rotwein im Blut: Winzerhandwerk auf der Suche nach dem perfekten Wein

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gager cinque maische

Zentral ist der Blaufränkisch, das unangefochtene Aushängeschild des Mittelburgenlands. So überzeugt Gagers Blaufränkisch Klassik schon in der Einstiegskategorie mit unwiderstehlicher Frucht und der typischen Blaufränkisch-Würze. Auf Topniveau spielt die im neuen Barrique ausgebaute Reserve von der Ried Mitterberg, die viel Kraft, Volumen und intensiven Geschmack mit anregender Frische vereint. Neben Blaufränkisch stehen vor allem internationale Sorten wie Cabernet Sauvignon, Merlot und Cabernet Franc im Fokus.

Sie sorgen für farbintensive, extraktreiche und tanninbetonte Rotweincuvées, für die das Weingut Gager seit jeher bekannt ist. Bis heute ist die aus Blaufränkisch, Cabernet Sauvignon, Merlot und Zweigelt bestehende Kult-Cuvée „Quattro“, welche Josef Gager schon in den Achtzigerjahren kreierte, ungeheuer populär. Der dunkelfruchtigen Cuvée „Cinque“ wird noch einen Schuss Syrah hinzugefügt – für perfekte Harmonie in einem perfekten Weinmoment.

Horst Gager im Interview mit Daniela Dejnega

gager korken 2023

Lieber Horst, dein Vater begann 1984 als Quereinsteiger mit dem Weinbau. Wie hast du das erlebt? Warst du schon damals mit Begeisterung dabei oder lagen deine Interessen woanders?

Horst Gager: 1984 war ich gerade mal elf Jahre alt und mein Vater, der hauptberuflich KFZ- und Landmaschinenmechaniker war, füllte in jenem Jahr seinen ersten Wein in die Flasche. Mein Vater betrieb den Weinbau als sein Hobby, was übrigens bis heute so ist. Für mich war es damals jedoch eher lästige Arbeit – ein Sager von mir lautet: „Das Hobby meines Vaters ist meine Arbeit.“ Denn es kam nicht selten vor, dass ich zuhause mithelfen musste, während meine Freunde auf den Fußballplatz, den Spielplatz oder ins Schwimmbad gingen. Du hast erst einen anderen Beruf erlernt, dich später aber doch für das Weingut entschieden. Erzähle uns bitte etwas über deinen Werdegang. Als mein Vater mich 1988 fragte, welchen Beruf ich erlernen oder welche Schule ich besuchen möchte, dachte er an die Weinbauschule in Klosterneuburg. Meine Antwort war jedoch: „Nein, ich werde kein Bauer, ich möchte Techniker werden und mein Geld vom Büro aus leichter verdienen.“ Und so besuchte ich in Pinkafeld die HTL für Gebäudetechnik und Energieplanung und maturierte dort auch. Nach der Matura stieg ich gleich ins Berufsleben ein und war bereits nach relativ kurzer Zeit in einer Führungsposition bei einer Fertighausfirma. Dennoch habe ich meine Eltern immer wieder unterstützt, wenn es um Präsentationen, Degustationsmenüs und anderweitige Verkaufs- und Marketingaktivitäten ging. Als unsere Familienplanung konkreter wurde, spürte ich immer stärker den Wunsch, meinen Kindern genau das weiterzugeben, was mich selbst geprägt hat: das Aufwachsen am Land, Nähe zur Natur und dadurch echte Lebensqualität – etwas, das mit meinem damaligen Beruf in der Stadt nicht vereinbar gewesen wäre. Mein Vater hatte mit Quattro den Grundstein gelegt, und heute weiß ich, dass es keine bessere Entscheidung geben konnte, als diesen Weg weiterzugehen und Winzer zu werden.

Das Mittelburgenland nennt sich zurecht „Blaufränkischland“, ihr beschäftigt euch aber auch besonders gern mit internationalen Rotweinsorten. Warum?

Natürlich ist Blaufränkisch für unser Weingut die wichtigste Rebsorte – wir lieben und leben sie. Wer jedoch Gager kennt, der weiß, dass wir auch eine ganz besondere Beziehung zu Merlot, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc und natürlich auch zu unserem Tannat haben. Das heißt: Wir mögen Rebsorten, aus welchen man kräftige und dichte Weine vinifizieren kann. Um unsere farbintensiven, gehaltvollen und auch extraktreichen Weine zu produzieren, kommt uns zum einen die Bodenbeschaffenheit – vorrangig schwerer Lehm mit guter Wasserspeicherfähigkeit – zugute. Diese ermöglicht, dass im gesamten Mittelburgenland keine einzige Lage bewässert werden muss. Ich habe da eine klare Meinung: Eine bewässerte Lage kann nie und nimmer eine Toplage sein. Für mich muss eine Topriede mit den natürlichen Gegebenheiten zurechtkommen. Zum anderen zeichnen die klimatischen Bedingungen unser Gebiet aus. Wir liegen zwar nicht direkt am Neusiedler See, aber dieser beschert uns die warmen Tage. Und die Nächte bringen Abkühlung, womit die Rebstöcke abends etwas durchschnaufen können. Das ermöglicht eine etwas längere Vegetationszeit als in anderen Weinbaugebieten.

Sehr bekannt sind eure Rotweincuvées „Quattro“ und „Cablot“. Wie gehst du vor, damit eine perfekt abgestimmte Cuvée entsteht?

Bei einer Cuvée ist wichtig, dass man jeder enthaltenen Rebsorte ihre Eigenheit lässt. Blaufränkisch hat Struktur, Würze und Power, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc stehen für Frucht und Balance, Merlot für seine Extraktstärke und feine Tannine. Und wenn man es schafft, die positiven Eigenschaften jeder Rebsorte herauszuarbeiten, dann sollte die Cuvée auch passen. Die Namen der Cuvées „Quattro“ (1988) und „Cablot“ (1994) sind übrigens Kreationen von mir und beruhen nicht darauf, wie manche meinen, dass mein Vater ein Fan der Automarke Audi war. Ich habe „Quattro“ mit der Zahl 4 verbunden, da mein Vater vier Weine cuvetieren wollte – für mich und dann auch für meine Eltern eine logische Konsequenz. Dieser Name machte es möglich, ein außergewöhnliches Etikett zu kreieren: Cuvée Quattro – 4 Weine, 4 Farben, 4 Quadrate.

Die Blaufränkisch Reserve von der Ried Mitterberg ist ein weiteres Aushängeschild. Was zeichnet diese Lage aus?

Die Ried Mitterberg befindet sich im Alten Weingebirge. Sie unterscheidet sich kaum von Lagen wie zum Beispiel Fabian, Hochberg, Goldberg, Satz etc. Das bedeutet für mich, dass es bei uns eher auf die Bewirtschaftung der Lage ankommt. Es geht also um den Aussdünnungsgrad beziehungsweise den Hektarertrag, den wir bei der Ernte erreichen wollen. Natürlich wird dann eine Lage wie Mitterberg so ausgedünnt, dass wir einen solchen Wein vinifizieren können.

Der Holzeinsatz hat ja bei kraftvollen, tanninreichen Weinen besondere Bedeutung. Worauf achtest du dabei? Mit wie vielen Barriques ist dein Keller ausgestattet?

Ja, für mich ist der Holzeinsatz die Würzung des Weines. Man kann es mit dem Würzen von Speisen mit Chili vergleichen. Du kannst so viel Chili hinzufügen, dass du heiß nicht mehr von scharf unterscheiden kannst, und du kannst eine Speise mit Chili würzen, sodass alles gut eingebunden ist und pikant schmeckt. Genau so sehe ich das auch beim Wein. Wir produzieren sehr farbdichte, tanninbetonte und extraktreiche Grundweine, welche sehr viel Holz schlucken. Je nach Weinniveau verwenden wir gebrauchtes und/oder neues Holz, wobei bei der Cuvée Quattro etwa 50 Prozent Neuholz in Verwendung sind. Beim Toasting bevorzugen wir M+, M++ und High, also ein mittleres bis starkes Toasting, sodass wir schöne Röstaromen auslaugen. Aktuell befinden sich in unserem Keller etwa 1.300 Barriques und wir kaufen jedes Jahr 100 bis 150 Stück neu.

Von der Pension bist du noch weit entfernt, aber die nächste Generation steht in den Startlöchern. Dein Sohn Jonas bringt sich bereits im Weingut ein. Was sind derzeit seine Aufgaben?

Ja, mit 52 Jahren muss man schon noch ein wenig arbeiten. Aber es macht ja auch Spaß und aktuell denke ich nicht an die Pension. Jonas hat im Jahr 2023 an der Weinbauschule Klosterneuburg die Matura absolviert. Aktuell arbeitet er bei uns im Keller und im Weingarten und lernt dort die praktischen Grundarbeiten, welche für unsere Branche wichtig sind. Ich denke, in ein oder zwei Jahren, wenn er von zu Hause bereits einige Erfahrung hat, wird er auch ins Ausland gehen. Für ihn selbst ist es auf jeden Fall wichtig, dass er eine Praxis bei einem internationalen Weingut bereits mit entsprechendem Know-how angeht, um dann auch mehr Verantwortung in diesem Betrieb übernehmen zu können.

Du bist nicht nur Winzer, sondern auch leidenschaftlicher Rennradfahrer. Was war dabei dein schönstes Erlebnis?

Radfahren ist mein leidenschaftliches Hobby, zu dem ich kam, als es in meinem Leben auch eine Zeit gab, in der es mir persönlich nicht so gut ging. Durch Ernährungsumstellung und Sport habe ich mein Leben wieder in den Griff bekommen und dafür bin ich sehr dankbar. Radfahren und Kraftsport prägen auch heute noch einen großen Teil meiner Freizeit. Das hilft mir, meine geistigen Akkus zu füllen, um für meinen aktuellen Beruf fit zu bleiben. Meine Freunde und ich nehmen uns für jedes Jahr eine Challenge vor, für welche wir trainieren. Das sind zwar keine Rennen, ist aber für uns doch immer sehr anspruchsvoll. Für 2026 ist geplant, Ende Juni die FUGA 300 zu fahren: mit dem Rennrad vom Großglockner bis nach Grado in einem durch – Start bei ca. 0°C auf 2.500 Metern um 7.00 Uhr früh, Ziel Grado bei ca. 30°C, 329 Kilometer in einer Gesamtzeit von etwa 10 Stunden. Schon die körperliche Komponente ist nicht ohne, aber mental ist das auf jeden Fall eine wahnsinnige Herausforderung für mich. Im Jahr 2019 war ich schon einmal dabei.

Vielen Dank für das Gespräch!