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Inspiration Themen Interview mit Tobias Moretti

Kochen, damit man sich nicht verliert

Tobias Moretti im Gespräch mit Willi Klinger

Moretti Interview (3)

Willi Klinger: Tobias, du bist einer der bekanntesten deutschsprachigen Schauspieler, gleichzeitig Tiroler Bergbauer und hast einen italienischen Namen. Wie geht das zusammen?

Tobias Moretti: Jaja! Ein Teil meiner Familie mütterlicherseits ist italienisch. Wir sind eine Mischfamilie, wie sie oft in Tirol vorkommt, vor allem im Südtiroler Raum. Mein Urgroßvater kommt ja aus der Gegend von Bozen. Er war Lehrer, Komponist, ein sehr kultivierter Mensch und im ersten Weltkrieg Offizier in einer Kompanie mit Fürst Starhemberg. Als nach dem Krieg in Italien die Faschisten kamen und die Lebensbedingungen in Südtirol so brutal geworden waren, hat ihm dieser angeboten, nach Oberösterreich zu übersiedeln. Meine Mutter wurde auch Lehrerin und ging dann wieder zurück nach Tirol, wo sie meinen Vater kennengelernt hat, der ein ziemlicher Strizzi war. Ich heiße nach meiner Mutter Moretti, aber mein jüngerer Bruder Gregor Bloéb trägt den französischen Namen meines Vaters. Meine Mutter war eine unfassbar kultivierte Frau, die auch in ganz einfachen Lebenslagen immer die hohe Kultur des Lebens, des Essens, des Trinkens und auch mit der Kultur an sich verbunden war. Obwohl wir sehr arm und bescheiden gelebt haben, fühlten wir uns immer wie in einer Fürstenfamilie, denn sie hat so unglaublich gut gekocht. Übrigens habe ich mir gemeinsam mit einem Lebensfreund, der damals Philosophie studierte, von meinem ersten Gehalt am Bayerischen Staatstheater unter Baumbauer bei Pitigliano in der Maremma einen vorfranziskanischen Hof gekauft und das erste Mal Wein angebaut. In Pitigliano haben wir jetzt ein anderes, tolles Anwesen mit drei Hektar Wein, aber die Weingärten haben wir derzeit verpachtet.

Vor uns steht der WEIN & CO Charcuterie-Tower, ein Piattino mit dem Lardo vom Pretzhof und der Brotkorb mit Joseph-Brot und Olivenöl.

Tobias Moretti: Beim Joseph hab‘ ich gleich eine Kritik zu üben: Ich finde das alles super, was er macht, und es ist auch richtig, dass die Städter einen Preis zahlen müssen dafür, aber es darf nicht so sein, dass Brot ein Luxusgut wird.

Willi Klinger: Ich bin völlig Deiner Meinung, dass Brot als Grundnahrungsmittel für die Menschen nicht unbezahlbar werden darf. Aber in einem guten Lokal, auch in einer Weinbar wie WEIN & CO, will ich einfach ein gescheites Brot und bestes Olivenöl haben, auch wenn es kostet, was es kostet.

Tobias Moretti: Das ist natürlich toll!

Moretti Interview (4)

Willi Klinger: Reden wir noch ein wenig über Wein. Hatte er in deiner Familie hohen Stellenwert?

Tobias Moretti: Ich habe zwar in Bozen gelebt und meine ganzen Freunde waren Südtiroler. Aber die Weinkultur der achtziger Jahre war noch nicht so wie heute, auch nicht in unserer Familie. Der Qualitätsaufschwung beim Südtiroler Wein war ähnlich wie jener in Österreich nach dem Weinskandal.

Willi Klinger: Kannst du eigentlich kochen?

Tobias Moretti: Die Geschichte ist ganz einfach. Mein erstes Engagement war in Hannover. Ich spielte „Wie es Euch gefällt“ von Shakespeare. In dieser typisch deutschen Stadt, die damals keine eigene kulinarische Identität hatte, außer einigen sehr guten türkischen Familienlokalen, hatte ich ein Schlüsselerlebnis. Denn obwohl ich über den Umstand glücklich war, dass ich als junger Schauspieler ein Engagement gefunden hatte und Geld verdiente, wurde ich dennoch traurig, weil es im Gegensatz zu München, wo ich studiert hatte, keine Lokale, keine Wirtshäuser gab, wo man am Sonntag hingehen hätte können. Nicht einmal die Kirchen waren offen. Gähnende kulinarische und kulturelle Leere. Dann habe ich die Mama angerufen: „Mama, ich kann nimmer, was soll ich tun?“. Und sie sagte: „Tobi, dann musst du kochen lernen. Dann verlierst du dich selbst nicht.“

Willi Klinger: Und dann hast du angefangen zu kochen?

Tobias Moretti: Das Erste was ich gemacht habe war Eierspeis, und nicht einmal das hab ich gekonnt. Und dann kam aglio e olio, und da war ich dann gleich einmal der Star bei den Kollegen. Weil die haben ja den Knoblauch schwarz angebraten und Parmesan dazugegeben. Dabei muss man den Knoblauch ganz sanft anschwitzen, dann ein paar Sardellen dazutun und das Ganze mit etwas Suppe ablöschen. Das Kochen mit Suppe hat mir zum Beispiel meine Mama beigebracht. Wichtig: Auf Fischpasta oder bei aglio e olio gibt man keinen Parmesan drauf. Peperoncino natürlich schon!

Moretti Interview (7)

Willi Klinger: Übrigens, dieser San Daniele-Schinken ist von Prolongo, dem kleinsten Schinkenhaus von San Daniele.

Tobias Moretti: Mmmh! Guat isch der! Was uns beide verbindet, ist unsere Freundschaft mit Martin Kušej. Als ich 2006 das erste Mal bei den Festspielen in Salzburg auftrat, haben wir beide uns kennengelernt. Da hat er auf der Jedermann- Bühne gekocht. Er war der erste Theatermacher, mit dem man über so profane Dinge wie Essen und Trinken reden konnte. Aber nicht in einer abgehobenen Form, sondern so, dass es sich in die Mitte der Kultur gesellt.

Willi Klinger: Dass Künstler auch das sorgfältige Bereiten von Essen oder Wein als artverwandte Qualitätsarbeit sehen …

Tobias Moretti: Heutzutage ist es ja leicht, weil Essen und Trinken „in“ geworden ist. Aber das hat nichts mit der eigentlichen Intention zu tun. Essen und Trinken ist eine angeborene Kunstform, als würde man mit Musik aufwachsen – oder nicht. Du kommst ja aus einem ganz traditionell großartigen Gasthaus heraus. Thomas Bernhard ist bei dir aus und ein gegangen.

Willi Klinger: Ja, aber ich hab ja auch Schauspieler werden wollen, und auch am Theater gespielt. Aber dann ist die professionelle Beschäftigung mit Essen und Trinken in den Vordergrund getreten. Und du bist natürlich der große Künstler geworden, der aber auch ein sehr hohes Level beim Essen und Trinken und vor allem bei der Landwirtschaft erreicht hat. Das ist ja wohl mehr als ein Hobby!

Tobias Moretti: Unser Bauernhof ist ein Betrieb, der sich selbst erhält. Wir haben derzeit 18 schwarze Tuxer Rinder, aber das Hauptstandbein ist die Intensivkultur unserer Bio-Bergzucchini.

Willi Klinger: Deine Frau Julia ist auch Künstlerin und schupft trotzdem den Hof, wenn du nicht da bist. Aber ich hab dich ja da oberhalb von Kematen bei Innsbruck besucht und mit dem Frontlader herumfahren sehen. Wieviel bist du denn am Hof?

Tobias Moretti: Wenn ich zu Hause bin, bin ich über Wochen oder sogar Monate am Stück dort und bin dann auch voll eingeteilt. Ich mache immer alle Vorbereitungen beim Ackerbau selbst. Aber es ist ganz klar, dass ohne Julia das alles gar nicht möglich wäre. Sie ist Künstlerin und Bäuerin mit Leib und Seele, daher haben wir den „Feinschmecker des Jahres“ auch gemeinsam bekommen.

Es werden Tajarin al burro e salvia serviert.

8 Ergebnisse
92 Falstaff Punkte
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Pinot Noir Langenlois 2017

1879
 
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Nur € 16,91 pro Flasche

€ 25,05 / Liter
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Cote de Nuits Villages Vieilles Vignes 2019

3465
 
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Nur € 31,19 pro Flasche

€ 46,20 / Liter
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100 Flos Olei Punkte
5 (1)

Olivastro Olio Extra Vergine di Oliva 0,5 Liter

2232
 
 
 

€ 44,64 / Liter
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5 (2)

Tajarin 250g

530
 
 
 

€ 21,20 / kg
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5 (2)

Pappardelle 250g

481
 
 
 

€ 19,24 / kg
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5 (1)

Tagliatelle 250g

481
 
 
 

€ 19,24 / kg
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98 Flos Olei Punkte
 
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Buža Natives Olivenöl Extra 0,25 Liter

1454
 
 
 

€ 58,16 / Liter
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98 Flos Olei Punkte
 
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Selektion Belić Natives Olivenöl Extra 0,25 Liter

1454
 
 
 

€ 58,16 / Liter
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